Verlobungsringe

Warum verschenkt man(n) einen Verlobungsring?

Sich zu verloben ist wieder in Mode. Ob bei einem romantischen Dinner zu zweit, einem ausgetüfteltem Überraschungsmoment mit „FlashMob“ in der Öffentlichkeit oder im gemeinsamen Urlaub an einem besonderen Ort – Heiratsanträge sind so verschieden wie die beteiligten Personen. Eins haben sie oft gemeinsam: der Verlobungsring als Zeichen des beidseitigen Versprechens zu Heiraten. Doch woher kommt dieser Brauch?

Die Tradition das gegenseitige Eheversprechen mit einem Ring zu symbolisieren, lässt sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen. Sie trugen so genannte Liebesringe, die z. B. ein Herakles- oder den Herkulesknoten schmückte. Andere Ringe trugen Inschriften wie z. B. „ACCIPE DULCIS MULTIS ANNIS“ was so viel heißt, wie „Accept this dear for many a year“. Im Christentum lässt sich der Verlobungsrings bis auf Papst Stephan I. (gest. 257 n. Chr.) zurückführen. Der Ring sollte zwischen dem Mann und seiner zukünftigen Ehefrau als gegenseitiges Treueversprechen dienen. In der Antike und im Mittelalter bestätigte der Verlobungsring auch den Erhalt der Mitgift. Den ersten Verlobungsring mit Diamant verschenkte wohl Erzherzog Maximilian I. von Habsburg an Maria von Burgund 1477, um sie für sich zu gewinnen.

Auch heute gibt es verschiedene Bräuche zur Verlobung. Bei manchen Paaren tragen beide Partner die Verlobungsringe, die nachher als Eheringe an der anderen Hand getragen werden. In Nordamerika trägt üblicherweise nur die Frau einen Verlobungsring mit einem hellen Schmuckstein, der nach der Eheschließung oft als Vorsteck-Ring zum Ehering getragen wird. Der wohl bekannteste Verlobungsring wurde 1886 von Charles Lewis Tiffany vorgestellt: ein Solitär Diamant in einer Fassung mit 6 Krabben. Dieser Ring aus Weißgold oder Platin gilt heutzutage als der Klassiker unter den Verlobungsringen.

Entwurfsskizze des Tiffany® Setting und Fotografie von 1886, Quelle: www.tiffany.de
Entwurfsskizze des Tiffany® Setting und Fotografie von 1886, Quelle: www.tiffany.de

Der Diamant hat sich zum beliebtesten Stein für Verlobungsringe heraus kristallisiert und ist durch seine hohe Härte zum Symbol für Unvergänglichkeit und Treue geworden.

Im Brillantschliff entfaltet der Diamant seine höchste Strahlkraft, denn er reflektiert 100% des einfallenden Lichts. Neben dem klassischen Brillanten gibt es auch Navette-, Princess und der Baguetteschliff, um nur einige Beispiele zu nennen.

Diese vier Schliffe sind die gängigsten Varianten. Zusätzlich gibt es noch eine Tropfen- und Herzform.
Diese vier Schliffe sind die gängigsten Varianten. Zusätzlich gibt es noch eine Tropfen- und Herzform.

Es gibt nicht DEN einen Verlobungsring, sondern grundsätzlich gilt: erlaubt ist, was gefällt! Neben verschiedenen Schliffen für Edelsteine, Fassung und Ringschiene kann natürlich auch die Farbe von Stein und Edelmetall frei gewählt werden – je nach Typ der Verlobten.

 

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie den richtigen Verlobungsring zu Ihrem persönlichen Antrag finden oder vereinbaren Sie mit uns ein Beratungsgespräch.    



Quellen:

Diana Scarisbrick, "Rings Jewelry of Power, Love and Loyality", 2013

Walter Schumann: „Edelsteine und Schmucksteine Alle Edel- und Schmucksteine der Welt“, 1995

Prof.Dr.H. Bank: „Mein kleines Diamantbuch“, 1979

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Verlobungsring

Tiffany.de: http://www.tiffany.de/WorldOfTiffany/TiffanyStory/Timeline/#1880s


Kommentar schreiben

Kommentare: 0